Metallisches Schleifen beim Bremsen

Dieses Thema im Forum "Mängel an der Karosserie" wurde erstellt von Goodlife, 09.12.2013.

  1. Goodlife

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    Ich hab da ein seltsames Problem mit meinem kleinen und meine Werkstatt hat irgendwie keine Ahnung, darum frag ich mal hier ob jemand eine Ahnung hat.

    Ich hab beim leichten bremsen aus geringer Geschwindigkeit , so 10km/h, ein komisches metallisches Geräusch. Bei starkem bremsen, oder aus höheren Geschwindigkeiten hört man nichts.
    Es klingt so als würde Metall auf Metall schleifen. Die Bremsen vorne sehen Top aus, die hinteren haben leichte Riefen drin. Deshalb bin ich davon ausgegangen, dass meine Bremsen einfach runter sind. Meine Werkstatt sagt aber, dass meine Bremsen noch lange nicht unten sind und ist der Meinung, dass es Flugrost ist.
    Da ich allerdings ein recht sportlicher Fahrer bin und auch schon öfters hart gebremst habe, kann ich das definitiv ausschließen.
    Jetzt wurde mir vorgeschlagen, dass man die Bremsen ausbaut, reinigt und wieder einbaut. Aber da sie sich nicht sicher waren woran es liegt, dachte ich, ich frag mal hier nach ob das schonmal jemand hatte, oder jemand eine Ahnung hat an was das liegen könnte?

    Bilder von den hinteren Bremsen gibt's auch gleich noch dazu
     

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  2. Hman

    Hman Audi A1 Guru

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    Klingt wie Metall auf Metall.. Kannst du das etwas konkretisieren? Hört es sich deiner Meinung vielleicht sogar danach an, als würde Guss auf Guss schleifen? :flapper:
    Das ist nämlich vollkommen normal.

    Ich kenne dieses "Problem" und deine Werkstatt hat doch Ahnung, indem sie dir rät, die Bremse freizubremsen. Allein durch längere Autobahnfahrten oder größere Pausen können die Bremsen, der Witterung ausgesetzt, schnell zusetzen. Da kann man noch so sportlich fahren.

    Solange nichts quietscht oder nervt, ist alles im Rahmen ;)
    Einfach die Musik lauter machen.
     
  3. Goodlife

    Goodlife Aktives Mitglied

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    Jetzt ist die Frage wie Guss auf Guss klingt :D
    Ist schwierig zu erklären wie das ganze klingt … metallisches schleifen halt ;)

    Naja, ich habe schon ab und zu versucht es freizubremsen und die Bremsen sind eigentlich nie der Witterung ausgesetzt, da ich ein Tiefgaragenplatz habe.

    Ich muss heute Abend eine längere Distanz fahren, dann versuch ich das noch einmal richtig rauszubremsen.
    Werd mich dann danach mal melden
     
  4. HamUnDo

    HamUnDo Audi A1 Guru

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    Wenn ich mir die Bremsscheibe angucke, scheint die am Rand nen leichten Grad plus "Rostkragen" angesetzt zu haben (ca auf 1-2 Uhr) ... wobei der "Rostkragen" zum Teil schon abgeschliffen erscheint ...

    Vielleicht hilft es, des Rand/Grat mit ner Drahtbürste und grobem Schmirgelleinen zu bearbeiten ...

    (Ganz Unerschrockene könnten auch vorsichtig mit Flex+Fächerscheibe (=Sandpapier auf Winkelschleifer) den Grat ganz abschleifen ... erfordert aber viel Fingerspitzengefühl ... sonst ist die Bremsscheibe hin)
     
  5. H2O

    H2O & RED PIRANHA II

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    Wenn ich im Regen gefahren bin, und der A1 steht
    ein paar Stunden in der Garage, dann klingen die
    ersten zwei, drei Bremsungen am nächsten Tag
    immer wie eine Lok. Also "Eisen auf Eisen".
    :blushing:

    Die Riefen hinten sind relativ normal bei allen, die
    nicht wie "Irre" Fahren (Ihr Irren, nicht aufregen!)
    :wink:

    Den Rostgrat an den Bremsscheiben hat man bei
    mir auch schon mal entfernt (allerdings beim Seat
    Ibiza, nicht beim Audi A1). Effekt = NULL
    :thumbdn:

    Vermutlich kann man da nicht viel machen...
     
  6. Goodlife

    Goodlife Aktives Mitglied

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    So, war jetzt knappe 100km unterwegs und hab bei jedem Ortsschild relativ hart gebremst Ich bilde mir ein, dass es jetzt etwas besser ist, aber das Geräusch ist auf jeden Fall noch da. Ich werde das morgen noch mal genauer überprüfen ...

    Den Rost werde ich am Wochenende mal versuchen abzuschleifen, mal schauen ob/was es bringt.
     
  7. Nuerne89

    Nuerne89 Audi A1 Guru

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    Mal den Sattel abnehmen, die Belagführungen reinigen und mit Plastilube neu schmieren.
    Beläge raus, anfasen, Rückseiten dort mit Plastilube einschmieren wo der Bremskolben/Sattel aufliegt und wieder montieren.
    -> Die anständige Schmierung hilft deutlich gegen hochfrequentes Klappern der Beläge (quietschen). Das Plastilube auf der Belagrückseite härtet nicht aus und dämpft auch dauerhaft Schwingungen.
    (Plastilube niemals auf die Reibfläche von Scheibe und Belag kommen lassen bzw. wenn, dann penibel mit Bremsenreiniger entfernen. Das Zeug ist extrem hochtemperaturfest, wasserfest und schmierfähig, kann also auf den Reibflächen die Bremswirkung deutlich mindern!)

    Haben die Beläge Spiel im Sattelhalter, dann folgende Teile verbauen (bei wenig Spiel nur einen, sonst 2 pro Seite):
    4x _ 1J0 615 231 A _______ 3,93€ __ Zwischenblech Bremsbelagführung

    Nebenher evtl. die oberen Führungsbolzen gegen spielfreie Bolzen tauschen, damit wird die Sattelführung deutlich präziser, das Pedalgefühl und der Verschleiß besser. Das TRW ST1160 Kit gibts ab ca. 13€ im Zubehör. Die Bolzen können ebenfalls mit ATE Plastilube geschmiert werden, auch wenn ATE Bremszylinderpaste etwas besser geeignet ist.

    Die Rostränder der Scheibe sind nur ein optischer Mangel. Abblätternde Rostschichten kann man grob mit ner Feile entfernen, alles andere wäre unnötige Arbeit.


    Ich arbeite an Bremsen immer extrem penibel, verwende immer Plastilube statt so ein Schwachsinn wie Keramik- oder gar Kupferpaste. Noch nie hatten ich oder Freunde deswegen Probleme mit Quietschen oder Klappern, selbst bei den harten quietschanfälligen EBC Redstuff-Belägen auf genuteten Scheiben nicht - das spricht denke ich mal für sich! :)

    Viele Werkstätten können sich leider gar nicht die nötig Zeit dafür nehmen, alles ordentlich zu reinigen und zu schmieren. Das wir das alte Zeug schnell rausgerissen, mal kurz abgepustet und das neue Zeug wieder montiert. Evtl. wird hier und da noch etwas Keramikpaste hingesprüht und dann wars das auch. Funktioniert leider nicht immer, vor allem nicht auf Dauer.
    Aus dem Grund mach ich es selber. Bremsen sind meine Lebensversicherung, da gehts mir gleich viel besser, wenn ich weiß, dass ich es so gut wie nur möglich gemacht habe.


    Zum Einbremsen/Freibremsen noch ein paar Worte: Um nennenswerten Verschleiß zu erzeugen, muss die Bremsen auch mal richtig heiß werden und die Beläge müssen mit viel Druck auf die Scheiben drücken. Nur dann hat man kurzzeitig auch hochen Verschleiß und bekommt den Gammel runter. An jedem Ortseingang scharf runterbremsen ist da auf jeden Fall schonmal besser also 1km mit angezogener Handbremse rumzufahren, das macht nur Hitze, aber keinen ordentlichen Verschleiß. Besser wärs aber lieber ganz normal zu fahren und dann einmal vor nem Ortseingang vorher auf nem geeignetem Stück schonmal die Bremse warmzubekommen. Kurvige Straßen machen das natürlich einfacher, ansonsten eben vorher schon 2-3mal scharf von 120 auf 60-40 runterbremsen (NIE im ABS-Bereich, NIE bis zum Stillstand).
     
    #7 Nuerne89, 09.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 09.12.2013
  8. A1Scuba

    A1Scuba Mitglied

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    Da man davon ausgehen kann, dass die ersten Bremsen drin sind, macht weder die Entfernung des Grates, noch das Anfasen der Beläge wirklich Sinn.
    Kupferpaste ist für genau diesen Zweck da und wurde von mir schon bei hunderten Kundenfahrzeugen benutzt, nie Probleme. Aber halt auch nur bei neuen Bremsen. Einmal drin sollte das laufen bis zur Verschleißgrenze. Wenn nicht ist irgendwas anderes im Argen.
    Das Freibremsen wie von Nuerne beschrieben halte ich für den einzigen kostenfreien und/oder schnell umzusetzenden Weg. :thumbup:
    Bei regelmäßiger schwacher Verzögerung liegt der Belage eben nicht gänzlich auf der Scheibe auf und bietet Möglichkeiten für Riefen- und Flugrostbildung. Was dann nach einer Weile zu Reibung und damit zu Schwingungen und Geräuschbildung führt.
     
  9. Blizzard

    Blizzard Audi A1 Guru

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    Schleif/ Kratzgeräusche sind im Winter vollkommen normal, Salz + Wasser auf blankem Stahl...

    Wenn die Bremse ziemlich heiß wird (30 Min Turn in Oschersleben z.B.) tritt das auch auf.

    In beiden Fällen verschwindet es aber nach ein paar Km wieder.
     
  10. Goodlife

    Goodlife Aktives Mitglied

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    Ich hab das Problem aber schon ein bisschen länger und hier hat es noch nicht mal geschneit und es wurde auch kein Salz gestreut ;)

    Also, das Geräusch ist wirklich besser geworden nach einigen, leicht übertriebenen Bremsmanövern :) Es ist aber immer noch leicht vernehmbar.

    Ich werde wohl in den nächsten Tagen noch ein paar mal versuchen das ganze rauszubremsen, dann sollte es vermutlich wieder gut sein.
     

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